Andretta: Aktuelle Studie des HIS belegt: Das Festhalten an Studiengebühren ist ein klarer Wettbewerbsnachteil für Niedersachsen

 

Dr. Gabriele Andretta, die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, weist auf die aktuelle HIS-Studie hin, deren Erebnisse zeigen, dass die Finanzierung eines Studiums für viele Studieninteressierte ein großes Problem darstellt. Immerhin sieben Prozent der jungen Frauen nehmen wegen der Studiengebühren kein Studium auf, während dies nur auf drei Prozent der Männern zutrifft. Eine Schieflage zeige sich auch im sozialen Ranking.

Vor allem aber bei Studienberechtigten mit hochschulferner Herkunft beeinflussen Studiengebühren die Entscheidung über die Aufnahme eines Studiums mit acht Prozent besonders häufig. Bei Studienberechtigten, die aus akademischen Haushalten kommen, sind es hingegen nur drei Prozent.

Andretta begrüßt deshalb einerseits den Beschluss der zukünftigen grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg, dem Vorbild der Länder Hessen, Saarland, Nordrhein Westfalen und Hamburg zu folgen und Studiengebühren wieder abzuschaffen. Andererseits sieht sie in den Ergebnissen der Studien auch Nachteile für Niedersachsen. Gabriele Andretta erklärte deshalb dazu am Donnerstag in Hannover: „Studiengebühren sind in Deutschland offensichtlich gescheitert. Wenn CDU und FDP in Niedersachsen trotzdem weiter daran festhalten, nehmen sie klare Wettbewerbsnachteile für den Hochschul- und Wirtschaftsstandort Niedersachsen in Kauf.“

„Schon jetzt gibt es Probleme der Wirtschaft, ausreichend hoch qualifizierte Fachkräfte im Land zu finden. Statt mehr junge Menschen für ein Studium in Niedersachsen zu gewinnen, schaut die Landesregierung tatenlos zu, wie die Abwanderung von Studierwilligen Jahr für Jahr neue Negativrekorde erreicht“, so die Hochschulexpertin der SPD-Fraktion. Es sei ein Alarmsignal, dass mittlerweile jeder zweite niedersächsische Abiturient in ein anderes Bundesland zum Studieren gehe, und viele nach dem Studium gleich dort blieben. Andretta: „Wer so mit der wertvollsten Ressource seines Landes umgeht und weiter auf Abschreckung durch Studiengebühren setzt, schadet nicht nur dem Hochschulstandort Niedersachsen, sondern auch der Wirtschafts- und Innovationskraft des Landes“. Sie fordert: „Wer wie Niedersachsen bundesweit zu den Schlusslichtern bei der Studierquote gehört, muss alles tun, junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft für ein Studium zu gewinnen. Statt mit Gebühren abzuschrecken, müssen finanzielle Hürden beseitigt werden.“

Die HIS-Studie finden Sie hier:
http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201105.pdf

 
 
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