Andretta: Landtag gibt grünes Licht für Superrechner – 15 Millionen Euro Investition

 

Bild: Landtag Niedersachsen. Foto: Tom Figiel.

 

Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) teilt mit, dass der Finanz- und Haushaltsausschuss des Landtages heute grünes Licht für die Anschaffung des Superrechners HLRN-IV gegeben hat. „Ein weiterer Leuchtturm für den Wissenschaftsstandort Göttingen“, freut sich die Abgeordnete.

 

Göttingen hatte von der Landesregierung den Zuschlag als Standort für den neuen Hochleistungsrechner bekommen. Als technologisch aktuelles Nachfolgesystem soll der HLRN-IV-Rechner den Vorgänger HLRN III am bisherigen Standort Hannover ersetzen. Zweiter Standort ist wie bisher das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin. Ähnlich wie sein Vorgänger soll der neue Superrechner rund 15 Millionen Euro kosten. Die Investitionskosten in Höhe von 15 Mio. Euro tragen die sieben im Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnern (HLRN) zusammengeschlossenen Länder gemeinsam mit dem Bund.

Solche Superrechner werden in der Wissenschaft eingesetzt, um komplexe Modellrechnungen vornehmen zu können. Vor allem Umwelt-, Klima- und Meeresforscher benötigen gigantische Rechenkapazitäten für ihre Simulationen, beispielsweise zur Vorhersage von Wirbelstürmen oder zur Optimierung von Windenergieanlagen.

Andretta hebt hervor, dass bei der Standortentscheidung Göttingen mit einem hocheffizienten Energiekonzept überzeugte. Es sehe vor, Energie künftig nicht nur effizienter einzusetzen, sondern auch Erdwärme zur Energieerzeugung zu nutzen. Hochleistungsrechner sind enorme Stromfresser, daher sei die Höhe der Energiekosten für eine wirtschaftliche Nutzung entscheidend.

Zum Hintergrund:

Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Forschungsgroßgerät gem. Art. 91 b GG, das durch die Länder des HLRN-Verbundes (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) unter Federführung der Stiftung Universität Göttingen und des Konrad-Zuse-Zentrums für Informationstechnik Berlin (ZIB) für die Förderphase 2017 beim Wissenschaftsrat eingereicht und mit Bestnote begutachtet wurde.

Die Kosten für den Rechner als Großgerät betragen insgesamt 30.000.000,- €. Im HLRN-Verbund ist vereinbart worden, dass zwei Teilsysteme des HLRN-IV zu gleichen Kostenteilen von je 15 Mio. Euro in Berlin und Göttingen aufgestellt werden.

Der Bund trägt 50 % der Gesamtkosten, 15 Mio. Euro. Die Bundesmittel fließen korrespondierend zu den jeweiligen Länderanteilen in die am Verbund beteiligten Länder. Die jeweiligen Länderanteile am HLRN-IV-System sind nach dem Königsteiner Schlüssel berechnet worden. Der niedersächsische Anteil beträgt ca. 10 Mio. Euro. Die Hälfte dieser Kosten trägt der Bund. Damit investiert Niedersachsen gut 5 Mio. Euro am Standort Göttingen.

 

 

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