Andretta: Zukünftig können Psychologieabsolventen der PFH sich zu Kinder- und Jugendpsychotherapeuten ausbilden lassen

 
 

Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) freut sich über die Entscheidung des Landes, zukünftig Absolventen des Studiengangs Psychologie der PFH Private Hochschule Göttingen für die Psychotherapeutenausbildung und damit auch zur Ausbildung als Kinder- und Jugendpsychotherapeuten zuzulassen.

 

Die Zulassung war bisher daran gescheitert, dass die PFH eine Fachhochschule ist und damit die gesetzliche Voraussetzung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG), dass der Masterabschluss an einer Universität erworben sein muss, nicht erfüllt worden ist.  Hierzu erklärt die Abgeordnete:

„Es gibt viel zu wenige Kinder- und Jugendpsychotherapeuten in Niedersachsen. Eltern müssen oft mehrere Monate auf einen Therapieplatz für ihre Kinder warten, eine für die Betroffenen sehr belastende Situation. Mit der positiven Entscheidung des Landes wird mit der PFH Göttingen eine weitere Studienstätte für den Zugang zur Ausbildung der so dringend benötigten Kinder- und Jugendpsychotherapeuten gewonnen.“

Die Abgeordnete weist darauf hin, dass bis zu dieser positiven Entscheidung dicke Bretter durchbohrt werden mussten. Bisher seien Fachhochschulabsolventinnen und- absolventen von der Zulassung zur Ausbildung zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten ausgeschlossen gewesen. Nach dem Psychotherapeutengesetz soll der Zugang ausschließlich Absolventen eines universitären Studiengangs erlaubt sein. Obwohl der Ausschluss von Fachhochschulen dem Geist der Bolognareform, wonach nicht der Hochschultyp, sondern allein Inhalt und Qualität des Studiums entscheidend sind, eindeutig widerspreche, werde eine Reform der bundesgesetzlichen Grundlagen für die Psychotherapeutenausbildung von den Berufsverbänden seit Jahren verschleppt.

Gabriele Andretta: „Die immer wieder verschleppte Reform des PsychThG geht zulasten von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen, die dringend Hilfe brauchen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Fachhochschulen, deren Psychologie-Studiengänge über eine Akkreditierung verfügen, die ihren Abschluss als universitätsgleich belegen, vom Zugang zur Ausbildung zum Kinder- und Jugendtherapeuten ausgeschlossen werden. Diese Schlechterstellung der Absolventinnen und Absolventen von nach den Regeln der Fachgesellschaft akkreditierten Psychologie-Studiengängen an Fachhochschulen gegenüber jenen an Universitäten ist nicht gerechtfertigt. Umso mehr freut es mich, dass nach vielen Mühen dank des positiven Votums des Sozialministeriums, dem die fachliche Beurteilung der Zulassung obliegt, nun ein Durchbruch gelungen ist und die Gleichwertigkeit der Abschlüsse festgestellt wurde. Damit eröffnet sich für den Studiengang Psychologie der PFH die Möglichkeit, die Zugangsqualifikation für die Ausbildung in psychologischer Psychotherapie zu erfüllen.“