Zur Schließung der Druckerei des Göttinger Tageblatts - Andretta: „Sozial verantwortliches Handeln statt Tarifflucht“

 
 

Die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta kritisiert die Entscheidung der Madsack-Mediengruppe, die Druckerei des Göttinger Tageblatts zu schließen:

 

„Nachdem bereits 2015 die Entscheidung gefallen war, den Druckstandort Hannover zu schließen, kommt die Ankündigung, jetzt auch das Druckgeschäft am Standort Göttingen einzustellen, nicht überraschend. Madsack wird künftig auch die Göttinger Druckaufträge bei der Firma Oppermann in Rodenberg nahe Bad Nenndorf drucken lassen – bei einer Firma, die nicht tarifgebunden ist und deutlich schlechter zahlt als Madsack.

Das ist ein Fall klassischer Tarifflucht und für mich mit den Prinzipien von Sozialpartnerschaft und guter Arbeit nicht vereinbar. Besonders bitter ist, dass die DDVG an einem auf Tarifflucht abzielendem Geschäftsmodell mitwirkt. Für die Göttinger Beschäftigten, teilweise mit langer Betriebszugehörigkeit, müssen jetzt unverzüglich sozialverantwortliche Lösungen ausgehandelt werden. Darüber hinaus erwarte ich von einem sozialpartnerschaftlich handelnden Unternehmen, Sozial-Dumping-Strategien eine klare Absage zu erteilen und Aufträge nur an tariftreue Unternehmen zu vergeben."