Andretta und Brunotte: Dokumentations- und Forschungsstelle leistet wichtige Grundlagenforschung im Bereich des politischen und religiösen Extremismus

 
 

Die „Dokumentations- und Forschungsstelle zur Analyse und Bewertung von Demokratiefeindlichkeit und politischer Gewaltbereitschaft in Niedersachsen“ am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen hat im November 2016 ihre Arbeit aufgenommen.

 

Die Einrichtung der Stelle war auf Grundlage des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen als Teil der Reform des Niedersächsischen Verfassungsschutzes erfolgt.

Nach einem Besuch vor Ort erklären die Landtagsvizepräsidentin Dr. Gabriele Andretta und der Sprecher für Fragen des Verfassungsschutzes der SPD-Fraktion, Marco Brunotte: „Die Dokumentations- und Forschungsstelle soll in den Phänomenbereichen Rechts- und Linksextremismus sowie dem radikalen Islamismus/Salafismus Grundlagenforschung leisten und ein Archiv einrichten. Damit ist diese Einrichtung in ihrer Konzeption bundesweit einmalig und kann Vorbild für andere Bundesländer sein. Die rot-grüne Landesregierung stellt dafür jährlich 800.000 Euro zur Verfügung.“

Ergänzt wird die Dokumentationsstelle in Zukunft zudem durch die Bundesfachstelle „Linke Militanz“, die vom Bundesministerium für Familie bis zum Jahr 2019 ebenfalls am Institut für Demokratieforschung eingerichtet wurde. „So können sich die Bereiche in Forschung und Erarbeitung von Präventionskonzepten ergänzen“, so Brunotte. „Besonders nach den Gewaltexzessen beim G20-Gipfel in Hamburg ist es dringend notwendig, mehr über die Strukturen und Radikalisierungsverläufe linker Militanz zu erfahren. Nur so lässt sich diesen effektiv und präventiv entgegenwirken.“

„Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Dr. Stine Marg und Dr. Matthias Micus leisten hier echte Pionierarbeit. Die Ergebnisse werden nicht nur eine wissenschaftliche Relevanz haben, sondern auch unsere parlamentarische Arbeit unterstützen“, so Dr. Gabriele Andretta.

Auch mit der neuen Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung sei bereits Kontakt aufgenommen worden. „Hier sehen wir eine große Chance für die politische Bildung junger Menschen und die Präventionsarbeit“, so die beiden SPD-Abgeordneten.

 

 
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