Andretta: „CDU Vorschlag einer Übertragung der Universitätsklinik Göttingen in die Zuständigkeit des Sozialministeriums ist bemerkenswerter Unsinn zum Nachteil der UMG“

 

(c) Universitätsmedizin Göttingen

 

„Als bemerkenswerten Unsinn“ bezeichnet die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele
Andretta (SPD) den Vorschlag der CDU, im Falle einer Regierungsübernahme die Einheit der
Hochschulmedizin Göttingen zerschlagen zu wollen.

 

Auf einer Pressekonferenz hatte der CDU Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten erklärt, im Falle einer CDU geführten Landesregierung die Universitätsklinik Göttingen von der Zuständigkeit des Wissenschaftsministeriums in die Zuständigkeit des Sozialministeriums zu übertragen. Forschung und Lehre solle dagegen beim Wissenschaftsministerium verbleiben. Andretta: „Die Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung bildet das Fundament für den großen Erfolg der Universitätsmedizin Göttingen. Die CDU müsste wissen, dass es in einem Integrationsmodell wie der UMG keinen gesonderten Universitäts- oder Klinikumsteil mehr gibt. Es gibt nur eine Hochschulmedizin.“

Auch der Vorschlag, die Fachaufsicht über die Forschung beim Wissenschaftsministerium zu belassen, laufe ins Leere. Die Universität sei eine selbstständige Stiftung, über die das Land nur die Rechtsaufsicht ausübe. Würde die Ankündigung der CDU Wirklichkeit, hätte das folgenschwere Konsequenzen für die Göttinger Hochschulmedizin. Das Klinikum müsse aus der Stiftung herausgelöst werden, was eine Schwächung der gesamten Universität und das Ende des Stiftungsmodells zur Folge hätte, warnt Andretta.

„Die entscheidende Frage ist von der CDU nicht beantwortet worden: Was soll der Vorteil der Zerschlagung des Integrationsmodells für die Universitätsmedizin Göttingen sein? Die UMG hat in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur Spitzenleistungen in der Forschung und Krankenversorgung erbringt. Auch als Bauherr für den geplanten Neubau der Universitätsklinik ist sie ihrer Verantwortung voll und ganz gewachsen. Für Veränderungen besteht absolut kein Anlass.“

 

 
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