CDU muss hochschulpolitische Geisterfahrt sofort beenden

 

(c) Universitätsmedizin Göttingen

 

Zum Hintergrund:

CDU Spitzenkandidat Althusmann hatte angekündigt, im Falle einer Regierungsübernahme die Einheit der Hochschulmedizin Göttingen zerschlagen zu wollen. Für die Uniklinik solle zukünftig das Sozialministerium zuständig sein, Forschung und Lehre dagegen beim Wissenschaftsministerium verbleiben.

 

Der CDU Landtagskandidat für den Wahlkreis Göttingen hat diese Absichtserklärung als „Denkanstoß“ versucht zu relativieren. Insbesondere verweist er in diesem Zusammenhang auf angeblich zeitlich und kostenmäßig „aus dem Ruder laufende Bauprojekte“, die eine Neuorganisation erfordern könne.

Hierzu erklärt die Göttinger SPD Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta:

„Der Versuch des Göttinger CDU Kandidaten Theuvsen, die eindeutig formulierte Wahlaussage von Althusmann und seines Schattensozialministers herunterzuspielen, überzeugt nicht. Für die angeblich aus dem Ruder laufenden Bauprojekte bleibt Theuvsen jeden Beweis schuldig. Das Gegenteil ist richtig: Die UMG hat in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur Spitzenleistungen in der Forschung und Krankenversorgung erbringt. Auch als Bauherr hat sie in der Vergangenheit alle bisherigen Bauprojekte sowohl im vorgegebenen Zeit- als auch Kostenrahmen umgesetzt. Das wurde erst kürzlich vom unabhängigen Landesrechnungshof bestätigt. Für mich besteht kein Zweifel, dass die UMG für den geplanten Neubau der Universitätsklinik ihrer Verantwortung voll und ganz gewachsen ist. Ich fordere die CDU auf, ihre hochschulpolitische Geisterfahrt zu beenden.

Andretta erinnert daran, dass die SPD-geführte Landesregierung und die sie tragenden Regierungsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen für den Neubau der Uniklinik als erste Finanztranche 300 Millionen aus dem Sondervermögen und 150 Millionen für den Bau des Bettenhauses 1 bewilligt haben. „Das ist ein bahnbrechender Beschluss und ein ganz wichtiges Signal für Göttingen und die gesamte Region. Die Planungen sind schon weit fortgeschritten, das Bauvorhaben Bettenhaus 1 steht in den Startlöchern. Mit ihrem von Sachkenntnis ungetrübten Vorschlag gefährdet die CDU diese wichtigen Investitionen in die Zukunft der Hochschulmedizin“, macht Andretta deutlich.